Willkommensfest in der Unterkunft Borsigstraße

Rund 100 Flüchtlinge versammeln sich um 15 Uhr in dem großen Speisesaal, die Kinder in großer Aufregung, weil ein kleines Ostergeschenk versprochen ist. Die Malteser stellen ihr Leitungs- und Betreuungsteam mit den wichtigsten Aufgaben vor, und dann erklärt FFF-Sprecher Wolf-Dieter Dorn, was der Freundeskreis im Kern will: „Gute Nachbarn sein!“ Er will helfen, wo er kann, und was er zu leisten im Stande ist. Wunder kann er nicht vollbringen, auch keine politischen Entscheidungen umkrempeln, aber dabei helfen, bürokratische Hürden zu überwinden. Und Kontakt halten mit den Flüchtlingen, Kuchen mitbringen wie heute und bei Kaffe oder Tee einfach miteinander reden.

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Den Frauen überreichen Freundeskreismitglieder gelbe Tulpen, ein kleiner Ostergruß und eine freundliche Geste zum arabischen Muttertag, der auch in dieser Woche gefeiert wird.

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Die Kinder freuen sich über die Tütchen mit  Schokoladen-Osterhasen im Strohnest und eine Tüte Gummibärchen. Und bei den Gesprächen mit den Flüchtlingen stellt sich eigentlich immer das Gleiche heraus: Sie sind glücklich im sicheren Deutschland zu sein, warten monatelang auf das Ergebnis ihres Asylantrages, wenn sie ihn überhaupt schon stellen konnten, möchten unbedingt in die offiziellen Deutsch- und Integrationskurse, wo es aber offensichtlich klemmt. Und sind natürlich sehr enttäuscht, wenn sie immer wieder hören müssen, dass es mit Wohnungen vor allem auch in Stuttgart ziemlich mau aussieht.