Umzug von der Borsigstraße in die Wiener Straße

In Großraumbüros, in Gruppen, nur mit einem Bauzaun und Planen voneinander getrennt. Privatsphäre, Fehlanzeige.

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Trotz aller Widrigkeiten, zum Beispiel einem großen Wasserschaden im Frühjahr, kam bei den Bewohnern, den Betreuern und Betreuerinnen vom Malteser Hilfsdienst (die einen Riesen-Job in den letzten Monaten gemacht haben!), den starken Männern von der Security und Mitgliedern vom Freundeskreis ein wenig Wehmut auf. Nach dem Fest packten die Bewohner ihre Habseligkeiten zusammen.

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190 Flüchtlinge aus der Borsigstraße zogen in die Wiener Straße in die drei neuen Systembauten um. Damit können die gewachsenen sozialen Kontakte im Stadtteil erhalten bleiben. Der Rest wird auf weitere Stuttgarter Stadtteile verteilt, bereits Mitte Juni schon konnten 50 Flüchtlinge aus der Borsigstraße nach Stuttgart-Nord in das Containerdorf umziehen. Die Stadt organisierte, der FFF unterstützte. Mit Getränken, Keksen und Kuchen, Obst und – interessantem, persönlichem interkulturellem Informationsaustausch. Denn während der neuerlichen Registrierung gab es schon etwas längere Wartezeiten.

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Drei Flüchtlinge teilen sich in der Wiener Straße ein Zimmer von rund 14 Quadratmetern mit Betten, Schrank und Kühlschrank. Bei manchen konnte sogar der Wunsch erfüllt werden zusammenzubleiben, jeder hat sein persönliches Geschirr, es gibt Gemeinschaftsküchen und sanitäre Anlagen. Die Flüchtlinge kommen vor allem aus Eritrea, Westafrika, Syrien, Irak, Afghanistan. Familien und oder sind Einzelpersonen. Florian Krauter wird sich mit seinen Mitarbeitern-/innen um die Flüchtlinge kümmern. Telefon- und Internetanschlüsse fehlen allerdings noch in den Unterkünften. Erste Kontakte mit der Sportvereinigung Feuerbach wurden schon geknüpft, außerdem natürlich mit den einzelnen Arbeitsgruppen des FFF.